Dual Aktivierung

 

Auf der Equitana 2013 hab ich mich zum ersten Mal intensiver mit dem Thema Dual Aktivierung auseinander gesetzt.

 

Ich fand eine Methode, welche sich ideal mit der Tellington Methode ergänzt!  Der Ansatz: nur ein ausbalanciertes und koordiniertes Pferd kann unsere Erwartungen erfüllen, gefiel mir natürlich. Weg von der Dominanz, hin zu gut trainierten und gearbeiteten Pferden!

 

Also begann ich die Trainerausbildung für Dual Aktivierung© und Equikinetic© und beendete diese im März 2014.

 

Die Dual Aktivierung beruht auf dem Farbsehen der Pferde und es wird versucht, durch wechselseitige Farbreize, die Gehirnhälften miteinander zu verbinden. Ständige Farb,- Hand- und Richtungswechsel fördern die Konzentration und Koordination des Pferdes. Das Pferd lernt seine Hinterhand bewusst einzusetzen und gewinnt dadurch an Selbstsicherheit. Ein Pferd welches sich auf seinen 4 Beinen sicher fühlt, ist auch ein sicherer Partner!

 

Gearbeitet wird mit gelben und blauen Pylonen und weichen Gassen. Diese Arbeit bietet Abwechslung und Spaß!

 

Auch der Mensch lernt sich besser und länger zu konzentrieren.

 

Equikinetic

Der Begriff Equikinetik leitet sich aus dem Bereich des isokinetischen Trainings ab. Dabei wird ein Widerstand überwunden und die Geschwinigkeit, die Spannung und der Bewegungsablauf gleichbleibend erhalten. Wie bei einem Intervalltraining wird mit festen Zeiten für "Arbeit" und "Pausen" gearbeitet.

Durch geführtes Longieren am Kappzaum (ohne Ausbinder!!!) lernt das Pferd sich beidseitig richtig zu stellen und zu biegen und wird somit auf beiden Seiten "durchgearbeitet". Die Tiefenmuskulatur wird trainiert, das Pferd beginnt "gerade" zu werden.

Durch einen systematischen Aufbau und einen Plan, wie man Stufe für Stufe steigern kann, wird dir der Einstieg erleichtert.

Equikinetik eignet sich also für:

  • Pferde, welche nach Stehpausen wieder auftrainiert gehören
  • (Zuchstuten, Rehapferde nach einer Verletzung o.ä.)
  • Jungpferde, bevor der Reiter den Rücken des Pferde mit seinem Gewicht belastet
  • Pferde, welche ausgesprochen schief sind oder schlecht bemuskelt sind
  • (z.B. wenn der Trapezmuskel sehr zurückgebildet ist und man bevor man einen neuen Sattel anpassen möchte den Rücken wieder trainieren will)
  • Pferde, welche ein ungleiches Gangbild zeigen
  • Pferde, welche unter dem Sattel Pobleme machen (oft liegt es an ungleichmäßiger und zu schlechter Bemuskelung, das Pferd kann schlichtweg die gewünschten Lektionen nicht zeigen)

 

Equikinetic spircht den ganzen Körper an!

  • Schleift dein Pferd mit der Hinterhand?
  • Hat es einen Unterhals?
  • Wie geschmeidig sind eure Wendungen?
  • Der Rücken hängt etwas?

 

Natürlich profitiert auch ein gesunden trainiertes Pferd von der Equikinetik!

Das Video wurde von der Equikinetic Trainerin Vera Spruck aus Deutschland gemacht.